Sophos Firewall Appliances - Unterstützte Hardware für SFOS v18+
Update Februar 2021: Die Informationen in diesem Blogpost sind nicht mehr vollständig korrekt. Sophos hat die ursprüngliche Entscheidung, ältere Firewall-Revisionen von aktuellen Firmware-Updates auszuschliessen, knapp ein Jahr später widerrufen. Alle SG-Firewalls mit SFOS sowie alle XG-Firewalls erhalten die Version 18.5. Ob neuere Versionen – etwa SFOS v19 (voraussichtlich Q2 2022) – auf älteren Firewalls verfügbar sein werden, ist derzeit noch offen.
Sophos hat eine Liste veröffentlicht, welche Hardware-Modelle künftig mit SFOS v18.0 und SFOS v18.5 betrieben werden können. So lässt sich einfach prüfen, ob vorhandene Hardware weiterhin kompatibel ist.
2020 wird aufgeräumt
Das noch junge Jahr ist direkt mit mehreren End-of-Sale-Ankündigungen gestartet:
- Die AP-Serie der Sophos Access Points wird ab dem 31. März 2020 nicht mehr verkauft.
- Sophos Central Wireless-Lizenzen für AP15, AP55 und AP100 werden ebenfalls ab dem 31. März 2020 nicht mehr angeboten.
- Seit August 2019 werden auch die Sophos XG 85(w) und XG 105(w) aufgrund zu geringer Leistung nicht mehr verkauft.
Für jedes dieser Geräte gibt es zwar einen Nachfolger, je nach Anzahl installierter Appliances muss das Budget dafür aber gut geplant werden. Deshalb lohnt sich auch ein Blick nach vorn: Ältere Firewall-Modelle werden künftige SFOS-Firmwareversionen nicht mehr in jedem Fall unterstützen.
SFOS Hardware Support
v18
Damit man den neuen Release SFOS v18.0 nutzen kann, braucht es eine SG- oder XG-Firewall mit mindestens 4 GB RAM. Alle Modelle, die diese Anforderung erfüllen, werden unterstützt.
Ja, richtig gelesen: Die SG-Modelle lassen sich ebenfalls mit dem „neuen“ Sophos Firewall OS betreiben. Im KB-Eintrag Sophos XG Firewall OS auf einer SG Appliance installieren ist beschrieben, wie das funktioniert. Wer Unterstützung benötigt, kann sich gerne an unseren Support wenden.
Besonders ärgerlich ist die Situation für SG-/XG-Kundinnen und -Kunden mit einem 85er- oder 105er-Modell der Revision 3. Diese Desktop-Modelle wurden im April 2018 überarbeitet und können bereits zwei Jahre später nicht mehr mit dem aktuellen SFOS-Release betrieben werden.
Wer die Firewall virtuell betreibt, erhält ein kostenloses Upgrade von 1 CPU / 2 GB RAM auf 1 CPU / 4 GB RAM.
v18.5+
Beim Blick auf v18.5 und spätere Releases wird der Schnitt bei älteren Hardwaregenerationen deutlicher. Hier ist zwingend die aktuelle Hardware-Revision erforderlich. Bei den Rack-Modellen ist der Lebenszyklus etwas länger als bei den Desktop-Geräten. Wer die jüngste Revision im Einsatz hat, die im September 2017 vorgestellt wurde, ist auch mit SFOS 18.5 auf der sicheren Seite. Auf älteren Modellen lässt sich dieser Release nicht mehr installieren – dort verbleibt man beim bisherigen Firmwarestand und Funktionsumfang.
Kompatibilitätstabelle
Sophos XG Appliances
Sophos SG Appliances mit SFOS
Neue Hardware kaufen?
Der Blick in die Kompatibilitätstabelle soll vor allem zeigen, welche Auswirkungen kommende Firmwareversionen auf bestehende Hardware haben können. Allein daraus ergibt sich noch kein zwingender Grund, sofort neue Appliances anzuschaffen. Die vorhandene Hardware läuft weiter und erhält Sicherheitsupdates, bekommt aber keine neuen Funktionen mehr. Neue Features können zwar zusätzliche Sicherheit bringen, letztlich muss jedes Unternehmen selbst entscheiden, welchen Stellenwert das hat – auch wenn wir grundsätzlich der Meinung sind: neu ist meist besser.
Wer auf aktuelle Hardware wechseln möchte, kann beim Renewal einer 1‑, 2‑ oder 3‑Jahres-Lizenz (FullGuard, FullGuard Plus, EnterpriseGuard oder EnterpriseGuard Plus) die neue Firewall zum halben Preis erhalten. Besitzerinnen und Besitzer einer XG 85 oder XG 105 müssen für diesen Deal allerdings mindestens eine 2‑Jahres-Lizenz erwerben. Die Aktion gilt nur in der DACH-Region und kann bis zum 30.09.2020 genutzt werden.
Ende März endet im Übrigen auch das Geschäftsjahr von Sophos. Bereits im letzten September wurde neue Hardware in Aussicht gestellt. Bis Ende März wird diese sehr wahrscheinlich noch nicht erscheinen. Die Aktion hilft, Lagerbestände abzubauen und sorgt für zusätzlichen Umsatz. Es ist eher unwahrscheinlich, dass – wie vor zwei Jahren – bereits im April neue Hardware verfügbar ist, aber im Laufe des Jahres 2020 sollte und wird sich in diesem Bereich etwas tun.




