Sophos erhöht die Preise für die XGS-Hardware und zugehörige Subscriptions

Sophos hat seine Partner per E-Mail über eine weltweite Preiserhöhung informiert. Ab dem 1. Juli 2026 gilt eine pauschale Erhöhung um 10 % auf XGS-Hardware und die dazugehörigen Subscriptions. Virtuelle Appliances und reine Software-Subscriptions sind nicht betroffen.

Was wird teurer

Die Erhöhung von +10 % trifft folgende Produktgruppen:

  • Sophos XGS-Hardware-Appliances und Zubehör
  • Bundles mit XGS-Hardware und Subscriptions
  • Sophos Firewall Laufzeit- und MSP-Subscriptions für XGS-Hardware (Neukauf und Verlängerung)
  • Promotional Bundles für XGS-Desktop-Appliances (nur Nordamerika)

Sophos verteilt die 10 % anteilig auf Hardware und zugehörige Subscriptions, damit das bestehende Verhältnis zwischen Gerät und Lizenz erhalten bleibt. In der Praxis heisst das: Sowohl die Hardware als auch die mit ihr verkauften Lizenzen werden teurer – nicht nur eines von beidem.

Was nicht teurer wird

Wer eine virtuelle Sophos Firewall oder eine reine Software-Subscription betreibt, ist von dieser Anpassung nicht betroffen. Damit bleibt die vor einem Jahr eingeführte Lizenzanpassung für virtuelle und Software-Versionen unverändert. Das ist ein klares Signal: Sophos zieht die Schraube dort an, wo die eigenen Hardware-Kosten gestiegen sind, und lässt die Software-Welt aussen vor.

Begründung von Sophos

Die offizielle Begründung folgt der aktuellen Lage am Halbleitermarkt: Die globalen Lieferketten für DRAM und NAND-Flash stehen unter Druck, weil die Nachfrage nach KI-Infrastruktur stark steigt. Hersteller verlagern Produktionskapazitäten von klassischem DDR4/DDR5 hin zu High Bandwidth Memory (HBM), das in KI-Beschleunigern verbaut wird. Dazu kommen geopolitische Einflüsse auf die globale Logistik. Sophos schreibt, dass die eigenen Bevorratungsmassnahmen die Engpässe nur noch teilweise abfedern und die gestiegenen Komponentenkosten nicht mehr vollständig kompensiert werden können.

Die Begründung ist nachvollziehbar und deckt sich mit dem, was wir aktuell auch bei anderen Hardware-Herstellern sehen. Spot-Preise für DRAM und NAND ziehen seit Monaten an, und die HBM-Verlagerung der grossen Speicherhersteller ist real. Eine Anpassung im einstelligen bis niedrigen zweistelligen Bereich war damit absehbar. 10 % bewegen sich am unteren Ende dessen, was man aktuell hätte erwarten können. Dennoch natürlich bitter für alle Bestandskunden, die nun mehr für die XGS-Lizenz bezahlen.

Ein abschliessender Gedanke

Sophos hält in der Mitteilung explizit fest, dass die Lage weiter beobachtet wird und weitere Anpassungen nicht ausgeschlossen sind. Das deutet darauf hin, dass die 10 % nicht zwingend das Ende der Fahnenstange sind, falls die Komponentenpreise weiter steigen. Wer also mit grösseren Hardware-Beschaffungen plant, ist gut beraten, die Beschaffung jetzt anzustossen statt im zweiten Halbjahr. Doch man darf nicht vergessen, dass Sophos die Lizenzen jederzeit teurer machen kann. Ein günstiger Hardware-Kauf vor dem Stichtag bedeutet aber nicht, dass auch die Subscriptions günstig bleiben. Eine separate Preisanpassung bei den Lizenzen ist jederzeit möglich und in den letzten Jahren auch regelmässig vorgekommen.

Avanet
Avanet

Newsletter abonnieren

Wir versenden monatlich einen Newsletter mit allen Blogbeiträgen des jeweiligen Monats.