End of Sale - Indoor Access Points der AP-Serie gehen in Rente
Sophos schickt die Indoor Access Points der AP-Serie in Rente. Diese Meldung kommt zumindest für uns nicht überraschend. In der elften Folge unseres Podcasts wurde bereits darüber spekuliert. Spätestens als Ende 2019 die UTM-Version 9.7 mit Support für die APX-Access-Points erschienen ist, ergab es auch für UTM-Kundinnen und -Kunden kaum noch Sinn, die alten AP-Modelle zu bestellen.
End of Sale – 31. März 2020
Nun ist es also offiziell: Die AP-Serie kann nur noch bis zum 31. März 2020 bestellt werden. Hier sind alle Indoor Access Points der AP-Serie zusammengefasst – inklusive des APX-Modells, das Sophos jeweils als Alternative empfiehlt:
– Sophos AP15 und AP15C > Sophos APX 120
– Sophos AP55 und AP55C > Sophos APX 320
– Sophos AP100 und AP100C > Sophos APX 530 oder Sophos APX 740
End of Sale auch für Central-Wireless-Lizenzen
Wer seine AP-Serie-Access-Points über Central Wireless verwaltet, kann ab dem 31. März 2020 keine zusätzlichen Lizenzen mehr erwerben – mit Ausnahme des AP 100X (Outdoor Access Point). Für die übrigen Modelle werden in Central keine neuen Funktionen mehr eingeführt. Es gibt nur noch kritische Sicherheitspatches und Fehlerbehebungen, und das auch nur bis zum 31. März 2021 (End of Support).
End of Support – 31. März 2021
Sophos erklärt den “End of Support”-Status folgendermassen:
- RMAs werden noch bearbeitet, sofern eine gültige Garantie oder Support-Lizenz vorhanden ist.
- Es wird kein technischer Support mehr geleistet. Anrufe bei der Hotline werden nur noch zur Bearbeitung von RMAs entgegengenommen.
- Für die betroffenen AP-Modelle werden keine Software-Updates oder Fehlerbehebungen mehr bereitgestellt.
- Die APs können weiterhin auf der letzten unterstützten Firmware-Version betrieben werden.
End of Life – 31. März 2023
Am 31. März 2023 ist dann endgültig Schluss: Die betroffenen AP-Modelle können ab diesem Zeitpunkt weder in Sophos Central noch an der XG Firewall (SFOS) oder der SG UTM weiterbetrieben werden.
Preiserhöhung um 30 %
Wer von der AP-Serie auf APX-Access-Points umsteigt, muss mit einer Preissteigerung von rund 30 % rechnen. Während der AP15 Access Point aktuell (Januar 2020) für 107.25 CHF / 97.50 € netto erhältlich ist, kostet der kleinere APX 120 bereits 140.25 CHF / 127.50 €.
Das wäre aus unserer Sicht vertretbar, wenn die Geräte dem neuesten Stand der Technik entsprächen. Die APX-Serie basiert derzeit jedoch nicht auf dem aktuellen Wi-Fi-6-Standard IEEE 802.11ax, sondern weiterhin auf Wi-Fi 5 (IEEE 802.11ac).
Wer also mit dem Gedanken spielt, alle APs durch APX-Modelle zu ersetzen, sollte möglicherweise noch etwas abwarten. Gut möglich, dass Sophos später noch Access Points mit dem neuesten Wi-Fi-Standard nachreicht. Man ist sich bei Sophos bewusst, dass Access Points in der Regel länger im Einsatz bleiben – entsprechend wurde die Garantie bei der APX-Serie verlängert: Die AP-Serie bot 1 Jahr Garantie, die APX-Modelle kommen nun mit 5 Jahren Garantie. Das ist sicherlich ein Faktor beim höheren Preis.
Outdoor Access Point AP100X nicht betroffen
Laut der offiziellen Mitteilung von Sophos sind nur die Indoor-Access-Points betroffen. Der AP100X ist bislang der einzige Outdoor Access Point von Sophos und bleibt daher vorerst im Portfolio. Nach unseren Informationen ist jedoch auch hier in absehbarer Zeit mit einem Nachfolger zu rechnen. In den kommenden Monaten ist zu erwarten, dass Sophos den ersten Outdoor Access Point der APX-Serie vorstellt (APX 320X).
