Stellenabbau: Sophos entlässt 10 Prozent

Sophos – Entlassung von 450 Mitarbeitern

Der Security-Anbieter Sophos wird wie viele andere ICT-Unternehmen aufgrund der unsicheren Weltwirtschaftslage sparen und hat angekündigt, rund 10% seiner globalen Belegschaft zu entlassen. Wie ‚TechCrunch‚ berichtet, sind 450 Mitarbeitende betroffen.

Der britische Cybersecurity-Anbieter Sophos hat angekündigt, rund 10% seiner globalen Belegschaft zu entlassen. Dies bestätigte das Unternehmen gegenüber TechCrunch. Der Grund für die Entlassungen ist eine interne Umstrukturierung, um ein optimales Wachstum und Profitabilität zu erreichen, insbesondere angesichts der anhaltenden und sich verschärfenden Wirtschaftskrise.

Laut TechCrunch wurden rund 450 Mitarbeiter betroffen, auch wenn Sophos die genaue Anzahl nicht bestätigte. Betroffene Mitarbeiter in Indien wurden am Dienstag informiert und aufgefordert, ihre Kündigungen einzureichen.

In der India Times wurde auch über Entlassungen in dem Land berichtet, in dem Sophos seit März 2022 ein Rechenzentrum betreibt.

Sophos hat angekündigt, sich verstärkt auf Cybersecurity-Services, insbesondere auf „Managed Detection and Response„, zu konzentrieren, um sein Ziel zu erreichen, ein führendes Unternehmen auf dem globalen Cybersecurity-Markt zu werden.

Sophos unterstützt mit seinen Technologien mehr als 500’000 Organisationen weltweit und generiert damit einen Umsatz von über 1 Milliarde US-Dollar. Das Managed Services Geschäft des Unternehmens generiert jährlich mehr als 175 Millionen US-Dollar und wächst jährlich um mehr als 50%.

Im März 2020 wurde Sophos von der Private Equity Firma Thoma Bravo für 3,9 Milliarden US-Dollar übernommen. In einer Erklärung des Unternehmens hiess es, man sei dankbar für die Beiträge aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die dazu beigetragen haben, Sophos zu einem führenden Unternehmen der Cybersicherheitsbranche zu machen und die Welt vor den Gefahren der Cyberkriminalität zu schützen.

Sophos reiht sich damit in die wachsende Liste von Technologieunternehmen ein, die aufgrund finanzieller Schwierigkeiten Mitarbeiter entlassen mussten. In den letzten Monaten haben auch Technologiegiganten wie Amazon, Meta und Microsoft Tausende von Mitarbeitern abgebaut.

Die Entlassungen bei Sophos zeigen, dass auch Unternehmen von den Auswirkungen der Wirtschaftskrise betroffen sind. Trotz der schwierigen Situation für die betroffenen Mitarbeitenden und ihre Familien besteht auf dem Arbeitsmarkt weiterhin ein grosser Mangel an IT- und Sicherheitsexperten, was den betroffenen Mitarbeitenden eine neue Anstellung erleichtern sollte.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Umstrukturierung von Sophos auf das Unternehmen und die Branche auswirken wird. Was jedoch sicher ist, ist dass die wirtschaftliche Krise weiterhin Auswirkungen auf Unternehmen und Arbeitnehmer hat und dass die Unsicherheit in Bezug auf die Zukunft noch andauert.

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