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Sophos Supportticket eröffnen: Vorbereitung und Portal

Ein Supportticket bei Sophos ist schneller hilfreich, wenn die wichtigsten Informationen schon beim Eröffnen sauber vorbereitet sind. Bei Sophos Firewall betrifft das vor allem Seriennummer, Modell, Firmwareversion, Lizenzstatus, Fehlerzeitpunkt, betroffene Funktion, Logs, Screenshots und die bereits geprüften Schritte.

Diese Anleitung beschreibt, wann ein Sophos Support Case sinnvoll ist, welche Angaben vorbereitet werden sollten und wie man das Ticket im Sophos Support Portal nachvollziehbar eröffnet. Für die Einordnung der verschiedenen Sophos-Zugänge passt zusätzlich Sophos Portale: SophosID, Central, Support und Firewall-Zugänge.

Wann ein Sophos Supportticket sinnvoll ist

Ein Sophos Supportticket ist sinnvoll, wenn ein Problem nicht mehr nur lokal durch Konfiguration, Logs oder bekannte Betriebsprozesse geklärt werden kann.

Typische Fälle:

  • Hardwaredefekt, RMA oder Verdacht auf defekte Appliance
  • Lizenz- oder Accountproblem mit konkreter Seriennummer
  • Firmware-, Hotfix- oder Upgradeproblem
  • wiederkehrender Dienstabsturz oder unklarer Systemzustand
  • VPN-, WAF-, HA-, RED- oder Routingproblem nach eigener Eingrenzung
  • Fehler, der nach Logs und Reproduktion nach einem Produktproblem aussieht
  • Supportanfrage, bei der Sophos Zugriff auf interne Analysedaten benötigt

Vor einem Ticket sollte man die naheliegenden lokalen Prüfungen durchführen. Bei Sophos Firewall heisst das nicht, dass alles bereits gelöst sein muss. Aber je genauer Ausgangslage, Zeitfenster und betroffene Funktion beschrieben sind, desto weniger Rückfragen entstehen.

Was Sophos Support nicht ersetzt

Enhanced Support ist kein kostenloser Konfigurationsservice. Ein Sophos Supportticket sollte eröffnet werden, wenn eine Funktion der Firewall nicht mehr ordnungsgemäss arbeitet oder ein konkreter Produkt-, Lizenz-, Hardware- oder Softwarefehler vermutet wird.

Nicht sinnvoll ist ein Sophos Supportticket, wenn lediglich das nötige Wissen für eine gewünschte Konfiguration fehlt. Typische Beispiele sind:

  • neue VPN-Topologie planen
  • Firewall-Regeln sauber strukturieren
  • NAT oder WAF für einen neuen Dienst einrichten
  • HA-Design prüfen
  • Routingkonzept oder VLAN-Architektur bewerten
  • bestehende Konfiguration auf Best Practices umbauen

In solchen Fällen ist Avanet Support der bessere Ansprechpartner. Dann kann die Firewall im Rahmen der Avanet Supportkonditionen geprüft, geplant oder wunschgemäss konfiguriert werden. Der Sophos Support hilft dagegen primär bei technischen Produktfällen, bei denen ein Feature trotz korrekter Konfiguration nicht funktioniert oder eine Appliance, Lizenz oder Cloud-Zuordnung ein Problem hat.

Enhanced Support, Incident Levels und Zielzeiten

Enhanced Support verbessert den Supportanspruch und die Reaktionsziele, ersetzt aber keine saubere Problembeschreibung. Die Zielzeiten sind Antwortziele, keine garantierten Lösungszeiten. Ein komplexes VPN-, HA- oder Routingproblem kann trotz schneller erster Rückmeldung länger dauern, wenn Logs, Reproduktion oder Remote-Zugriff fehlen.

Die folgenden Werte dienen als Orientierung für Enhanced Support:

Incident LevelTypische EinordnungZielantwortzeit
P1produktiver Totalausfall oder massiver Sicherheitsvorfall ohne praktikablen Workaround30 Minuten
P2starker produktiver Einfluss, mehrere Benutzer oder kritische Dienste betroffen2 Stunden
P3technisches Problem mit begrenzter Auswirkung oder vorhandenem Workaround4 Stunden
P4geringe Auswirkung, allgemeine technische Frage oder nicht zeitkritisches Problem24 Stunden

Sophos arbeitet zusätzlich mit Severity-Stufen im Supportprozess. Je nach Region, Supportanspruch und Fallart können diese Bezeichnungen und Zielwerte im Portal anders dargestellt werden:

SeverityTypische BedeutungZielwert laut Sophos Support Guide
Criticalschwerer produktiver Ausfall, kein Workaround, sofortige Bearbeitung nötig4 Stunden, mit 24/7-Bearbeitung bei entsprechender Verfügbarkeit
Higherhebliche Beeinträchtigung produktiver Systeme8 Geschäftsstunden
Mediumeingeschränkte Funktion, Workaround möglich oder begrenzte Auswirkung24 Geschäftsstunden
Lowgeringe Auswirkung, allgemeine Frage oder Planungsthema24 Geschäftsstunden

Die Severity sollte ehrlich nach tatsächlicher Auswirkung gewählt werden. Eine zu hohe Einstufung ohne passenden Impact hilft selten, weil Sophos im Ticket nach Auswirkung, Reproduzierbarkeit und betroffenen Diensten fragt. Wenn der Fall geschäftskritisch ist, sollte die Beschreibung das klar belegen: betroffene Standorte, Benutzerzahl, fehlender Workaround, Zeitpunkt, Status der Redundanz und bereits geprüfte Massnahmen.

Voraussetzungen

Für ein technisches Supportticket braucht man in der Regel:

  • SophosID für das Support Portal
  • gültige Lizenz beziehungsweise aktiven Supportanspruch
  • betroffene Seriennummer oder Account-Zuordnung
  • bei Partnerfällen: Kundenzuordnung und relevante Lizenz- oder Seriennummer
  • Produkt und Modell, zum Beispiel Sophos Firewall XGS oder virtuelle Firewall
  • Firmwareversion und Build
  • kurze Fehlerbeschreibung mit Auswirkung
  • Zeitfenster des Problems mit Zeitzone
  • vorhandene Logs, Screenshots oder Fehlermeldungen

Sophos prüft bei Supportfällen die Lizenz- und Seriennummernzuordnung. Ohne passende Lizenz oder Seriennummer kann ein Case zur Validierung an Customer Care gehen. Das verzögert die technische Bearbeitung. Wenn ein Partner den Case für einen Kunden eröffnet, müssen Kundenzuordnung und betroffene Lizenz- oder Seriennummer ebenfalls sauber angegeben werden. Falls Avanet Supportfälle im Namen eines Kunden verwalten soll, muss der Kunde Avanet als Partner den entsprechenden Zugriff erlauben.

Die Seriennummer der Firewall findet man direkt im SFOS Dashboard. Der Ablauf ist in Seriennummer der Sophos Firewall finden beschrieben.

Wenn die Anfrage einen Hardwaredefekt betrifft, sollte zusätzlich der Artikel Wie gehe ich bei einem technischen Defekt meiner Sophos Hardware vor? geprüft werden.

Supportwege einordnen

Sophos bietet mehrere Wege zum Support. Nicht jeder Weg ist für denselben Zweck gleich gut.

SupportwegGeeignet für
Sophos Support Portalnachvollziehbare technische Support Cases, Attachments, RMA, längere Analyse
Telefondringendes Nachfassen mit bestehender Ticketnummer oder Kontaktaufnahme bei Zugangsproblemen
Digital Chatschnelle Orientierung, Portal- oder allgemeine Supportfragen
Sophos Communitynicht vertrauliche Fragen, bekannte Fehlerbilder, Austausch mit anderen Admins
Sophos TechVids und DocsHow-to-Themen, Konfiguration und bekannte Abläufe

Für technische Firewall-Fälle ist das Support Portal meistens der beste Einstieg, weil Ticketnummer, Historie und Anhänge dort nachvollziehbar bleiben. Telefon oder Chat sind besonders nützlich, wenn ein bestehendes Ticket dringend priorisiert oder ein Portalproblem geklärt werden muss.

Die aktuellen Kontaktwege und Telefonnummern stehen auf der offiziellen Sophos Support Kontaktseite. Die allgemeine Supportübersicht bleibt unter Sophos Support erreichbar.

Account und Partnerzugriff vorbereiten

Für das Support Portal wird eine SophosID benötigt. Der Account sollte zur Firma, Lizenz oder zum Sophos Central Tenant passen, damit die betroffenen Produkte sichtbar sind. Falls die Firewall über einen Partner betreut wird, sollte vor dem eigentlichen Supportfall geklärt sein, ob der Partner die Cases verwalten darf.

Wenn Avanet einen Case im Namen eines Kunden begleiten oder mit Sophos kommunizieren soll, muss der Zugriff auf die Kundenzuordnung im Sophos Support Portal erlaubt sein. Sophos beschreibt diesen Schritt unter Allow a Sophos Partner to manage your account.

Praktisch bedeutet das:

  1. SophosID prüfen.
  2. Betroffene Lizenz oder Seriennummer bereithalten.
  3. Falls Avanet unterstützen soll, Partnerzugriff im Sophos Portal vorbereiten.
  4. Falls Sophos Remote-Zugriff benötigt, Support Access auf der Firewall vorbereiten.

Vor dem Ticket vorbereiten

Ein Support Case sollte so formuliert sein, dass der Support das Problem ohne Rätselraten einordnen kann.

Technische Eckdaten

Für Sophos Firewall sollten diese Angaben bereitliegen:

  • Seriennummer
  • Modell oder Plattform
  • Firmwareversion und Build
  • Lizenzstatus oder Supportplan, falls relevant
  • HA-Status, falls die Firewall Teil eines Clusters ist
  • betroffene Funktion, zum Beispiel IPsec, SSL VPN, WAF, RED, Web Protection oder Reporting
  • genaue Uhrzeit des Fehlers mit Zeitzone
  • betroffene Benutzer, Netze, Standorte oder Dienste
  • letzte Änderungen vor dem Problem

Bei HA-Clustern sollten beide Nodes eindeutig dokumentiert sein. Für die Einordnung von Rollen, Seriennummern und HA-Betrieb passt Sophos Firewall HA Cluster Varianten und Betrieb.

Reproduktion und Auswirkung

Die Beschreibung sollte nicht nur sagen, dass etwas nicht funktioniert. Besser ist eine kurze, prüfbare Darstellung:

  • Was wurde erwartet?
  • Was passiert stattdessen?
  • Seit wann tritt das Problem auf?
  • Ist das Problem dauerhaft oder sporadisch?
  • Wie kann man es reproduzieren?
  • Welche Benutzer oder Dienste sind betroffen?
  • Gibt es einen Workaround?
  • Wie kritisch ist die Auswirkung auf den Betrieb?

Wenn ein Ticket nur aus einem Screenshot und einem Satz besteht, muss der Support fast zwangsläufig zurückfragen. Das kostet Zeit, besonders bei VPN-, Routing- oder HA-Problemen.

Logs und Anhänge

Bei Firewall-Problemen sind Logs oft wichtiger als lange Vermutungen. Wenn das Problem reproduzierbar ist, sollte man den Fehlerzeitraum möglichst genau festhalten und danach die passenden Logs sichern.

Je nach Problem sind hilfreich:

  • Screenshot der Fehlermeldung
  • Log Viewer Screenshot mit Filter
  • relevante Service-Logs
  • Packet Capture oder tcpdump, wenn Paketfluss unklar ist
  • Firmware- oder Lizenz-Screenshot
  • kurzer Netzplan oder betroffene IP-Adressen, wenn Routing beteiligt ist
  • Beschreibung der bereits geprüften Regeln, NAT-Objekte oder VPN-Parameter

Für vollständige Logarchive ist Sophos Firewall Logs für Support und Analyse sichern der passende Ablauf. Welche Logdatei zu welchem Modul gehört, ist in Sophos Firewall Service Logs richtig zuordnen zusammengefasst.

Nicht jeder Anhang beantwortet dieselbe Frage:

Frage im TicketPassender Nachweis
Welche Regel oder welches Modul hat entschieden?Log Viewer Export, Rule ID, NAT ID, betroffener Zeitraum
Welcher Dienst meldet Fehler?relevante Service-Logs oder vollständiges /log-Archiv
Kommt Traffic an und geht er weiter?Packet Capture im WebAdmin
Braucht Support eine PCAP-Datei?enger tcpdump-Mitschnitt, separat vom Logarchiv
Hat eine Änderung das Problem ausgelöst?Audit Trail, Änderungszeitpunkt, betroffene Objekte

Ein breites Logarchiv ohne Fehlerzeitpunkt ist oft weniger hilfreich als ein kleineres Datenpaket mit genauer Uhrzeit, klarer Reproduktion und passendem Mitschnitt. Bei Paketflussproblemen sollte die PCAP-Datei getrennt vom Logarchiv behandelt werden, damit im Ticket klar bleibt, welche Datei Service-Logs und welche Datei Netzwerkpakete enthält.

⚠️ Logs, Screenshots und Packet Captures können interne IP-Adressen, öffentliche IPs, Benutzernamen, Hostnamen, Zertifikatsdetails oder andere vertrauliche Informationen enthalten. Vor dem Hochladen sollte klar sein, wer die Daten erhält und ob sie vorher bereinigt werden müssen.

Consolidated Troubleshooting Report

Bei Geräte- oder Systemproblemen kann Sophos einen Consolidated Troubleshooting Report verlangen. In der Firewall findet man diesen unter Diagnostics > Tools. Der Bericht sammelt Diagnoseinformationen und relevante Logdaten in einem komprimierten Archiv.

Ein solcher Report ist besonders hilfreich bei:

  • Dienstabstürzen
  • unklaren Systemzuständen
  • wiederkehrenden Fehlern nach Updates
  • Problemen, die Sophos nicht allein anhand eines Screenshots bewerten kann
  • Supportfällen, bei denen mehrere Module betroffen sein könnten

Der Report ersetzt aber keine gute Fehlerbeschreibung. Uhrzeit, Zeitzone, betroffene Funktion und Reproduktionsschritte müssen trotzdem im Ticket stehen.

Support Access und Remote Assistance ID

Bei Firewall-Fällen kann Sophos nach einer Remote Assistance ID oder nach aktiviertem Support Access fragen. Damit kann Sophos zeitlich begrenzt auf die Firewall zugreifen, wenn dies für die Analyse nötig ist.

Support Access sollte nur aktiviert werden, wenn er für den konkreten Fall benötigt wird. Nach Abschluss des Supportfalls sollte der Zugriff wieder deaktiviert oder mindestens geprüft werden. Für den praktischen Ablauf passt Sophos Firewall Support Access für Avanet freigeben. Die offizielle Sophos-Dokumentation beschreibt den generellen Ablauf unter Support access.

Im Ticket sollte man angeben:

  • ob Support Access bereits aktiv ist
  • Remote Assistance ID, falls vorhanden
  • wie lange der Zugriff freigegeben wurde
  • ob MFA oder ACL-Regeln den Zugriff beeinflussen
  • ob es ein Wartungsfenster für Tests gibt

Ticket im Sophos Support Portal eröffnen

Das Sophos Support Portal erreicht man unter:

Sophos Support Portal

Mit der SophosID anmelden. Je nach Portalstand kann die Oberfläche leicht anders aussehen, die Grundidee bleibt aber gleich: neuen Technical Support Case erstellen, Produkt auswählen, Problem beschreiben und Anhänge hochladen.

Sophos Support Portal mit Button New Technical Support Case
Im Support Portal wird ein neuer technischer Support Case eröffnet. Die genaue Oberfläche kann sich durch Portalupdates ändern.

Der Ablauf ist normalerweise:

  1. Im Support Portal anmelden.
  2. Support Cases öffnen.
  3. Einen neuen technischen Support Case erstellen.
  4. Account, Kontakt, Severity, Betreff und Produktkategorie auswählen.
  5. Problem und Auswirkung beschreiben.
  6. Produktspezifische Rückfragen beantworten.
  7. Seriennummer oder Lizenznummer angeben.
  8. Logs, Screenshots, CTR oder PCAP-Dateien anhängen.
  9. Case einreichen und Ticketnummer intern dokumentieren.

Im Formular sollte das Problem kurz, aber vollständig beschrieben werden. Wichtig ist ein aussagekräftiger Betreff. Ein Betreff wie IPsec VPN fails after SFOS 22.0 MR1 upgrade on XGS 2100 ist deutlich besser als VPN problem.

Sophos Support Portal Formular Contact Technical Support mit Account, Kontakt, Severity, Betreff und Produktkategorie
Im ersten Schritt werden Account, Kontaktperson, Severity, Betreff, Beschreibung und Produktkategorie erfasst.
Sophos Support Portal Probing Questions Form mit produktspezifischen Rückfragen, Logs und Remote Assistance ID
Je nach Produktkategorie fragt Sophos weitere Details wie Reproduktion, Auswirkung, Änderungen, Logs, Fehlermeldungen und Remote Assistance ID ab.

Wenn ein Feld nicht beantwortet werden kann, ist Not Applicable oft besser als ein leeres Feld. Leere Pflichtfelder führen sonst schnell zu Rückfragen oder verzögern die Zuordnung.

Was in die Beschreibung gehört

Eine gute Beschreibung ist kurz genug zum Lesen und konkret genug zum Arbeiten.

Praktische Vorlage:

Product:
Serial number:
License number:
Model:
Firmware version:
Support plan:
Impact:
Start time and time zone:
Affected users/sites/services:
Recent changes:
Expected behavior:
Actual behavior:
Steps to reproduce:
Checks already performed:
Remote Assistance ID:
Attachments:

Bei Firewall-Regel-, NAT- oder VPN-Problemen sollte zusätzlich angegeben werden:

  • Source- und Destination-Netze
  • betroffener Service oder Port
  • erwartete Firewall-Regel
  • NAT-Regel, falls beteiligt
  • VPN-Tunnel oder Remote-Access-Profil
  • Log Viewer Ergebnis
  • Packet Capture oder tcpdump-PCAP, falls der Paketfluss relevant ist
  • Support Access ID, falls Sophos Remote-Zugriff benötigt

Für Regelanalysen kann Firewall-Regel testen mit Log Viewer, Policy Test und Packet Capture helfen, bevor der Support Case eröffnet wird.

RMA und Hardwaredefekt

Bei Hardwaredefekten braucht Sophos zusätzlich Informationen für die RMA-Abwicklung. Dazu gehören nicht nur Fehlerbeschreibung und Seriennummer, sondern auch Modell, Revision, Firmware, Lizenz, HA-Status und Versandinformationen.

Vorbereiten sollte man:

  • defektes Produkt und Modell
  • Seriennummer des betroffenen Geräts
  • Firmwareversion
  • Lizenznummer oder Lizenzzuordnung
  • Fehlerbild und bereits geprüfte Punkte
  • Dead on arrival, falls das Gerät direkt nach Lieferung betroffen ist
  • HA-Cluster: ja oder nein
  • Lieferadresse und Kontaktperson
  • Telefonnummer und E-Mail-Adresse
  • besondere Versandhinweise

Bei Firewalls sollte zusätzlich geprüft werden, ob ein aktuelles Backup vorhanden ist und wie die Ersatz-Firewall wiederhergestellt wird. Für Backup und Restore passt Backup und Restore auf Sophos Firewall.

Für RMA-Fälle sollte man sich am aktuellen Sophos Support Portal und an der Rückmeldung im Ticket orientieren. Community-Beiträge oder ältere Ablaufbeschreibungen können hilfreich wirken, sind aber nicht massgebend, wenn Sophos im konkreten Case andere Angaben verlangt.

Nachfassen und Eskalieren

Nach dem Eröffnen sollte eine Bestätigung mit Ticketnummer per E-Mail eintreffen. Diese Ticketnummer gehört in jede spätere Kommunikation.

Wenn ein kritischer Fall nicht schnell genug vorankommt, sollte man nicht ein zweites Ticket eröffnen. Doppelte Tickets erzeugen mehr Koordinationsaufwand und können die Bearbeitung eher verlangsamen.

Besser ist:

  1. bestehende Ticketnummer bereithalten
  2. Impact und Dringlichkeit konkret beschreiben
  3. fehlende Logs oder Antworten nachreichen
  4. über Telefon oder Digital Chat mit Ticketnummer nachfassen
  5. im bestehenden Case eskalieren, wenn ein Zielwert nicht eingehalten wurde
  6. intern dokumentieren, wer welche Rückmeldung gegeben hat

Eine Eskalation sollte begründet sein. Sinnvolle Gründe sind zum Beispiel:

  • Zielantwortzeit wurde überschritten.
  • Produktiver Ausfall dauert weiter an.
  • Keine Reaktion trotz nachgereichter Informationen.
  • Falsche Zuordnung oder unpassende Produktkategorie.
  • Case blockiert einen geplanten Wiederherstellungs- oder Wartungsprozess.

Die Eskalation sollte immer den aktuellen Business Impact beschreiben. Ein Satz wie We need an update ist schwächer als eine konkrete Aussage wie The main site-to-site VPN between headquarters and production is still down, 80 users cannot access ERP, no workaround is available.

Bei schwerwiegenden Security- oder Ausfallfällen sollte zusätzlich geprüft werden, ob andere Support- oder Incident-Response-Prozesse greifen. Ein normales technisches Ticket ist nicht automatisch ein vollständiger Incident-Response-Prozess.

Checkliste

  • SophosID funktioniert.
  • Lizenz- und Supportanspruch sind geklärt.
  • Seriennummer, Modell und Firmwareversion sind dokumentiert.
  • Fehlerzeitpunkt mit Zeitzone ist bekannt.
  • Auswirkung auf Benutzer, Dienste oder Standort ist beschrieben.
  • Letzte Änderungen wurden notiert.
  • Reproduktion oder Fehlerbild ist nachvollziehbar.
  • Relevante Logs und Screenshots sind vorbereitet.
  • Packet Capture oder tcpdump-PCAP ist nur bei Paketflussproblemen vorbereitet.
  • Vertrauliche Daten in Anhängen wurden geprüft.
  • Bei RMA: Versandinformationen und HA-Status sind vorbereitet.
  • Ticketnummer wird intern dokumentiert.

FAQ

Ist Enhanced Support ein Konfigurationsservice?

Nein. Enhanced Support verbessert den Supportanspruch und die Reaktionsziele, ersetzt aber keine Firewall-Konfiguration durch Sophos. Wenn Wissen für eine gewünschte Konfiguration fehlt, ist Avanet der richtige Ansprechpartner. Sophos Support ist für technische Produktfälle gedacht, bei denen eine Funktion trotz korrekter Konfiguration nicht wie erwartet arbeitet.

Sollte man Sophos per Telefon oder über das Portal kontaktieren?

Für technische Fälle ist das Support Portal meistens besser, weil Verlauf und Anhänge nachvollziehbar bleiben. Telefon oder Digital Chat sind sinnvoll, wenn ein bestehendes Ticket dringend nachverfolgt oder ein Portalproblem gelöst werden muss.

Was passiert, wenn keine Seriennummer oder Lizenznummer angegeben wird?

Der Case kann zur Validierung an Customer Care gehen. Dadurch verzögert sich die technische Bearbeitung. Deshalb sollte die betroffene Seriennummer oder Lizenznummer immer direkt beim Eröffnen angegeben werden.

Sind Zielantwortzeiten dasselbe wie Lösungszeiten?

Nein. Zielantwortzeiten beschreiben, wie schnell eine erste qualifizierte Reaktion erwartet werden kann. Die tatsächliche Lösung hängt von Fehlerbild, Reproduzierbarkeit, Logs, Remote-Zugriff, Produktverhalten und notwendigen Tests ab.

Muss ein Sophos Supportticket auf Englisch geschrieben werden?

Englisch ist in der Praxis die sicherste Wahl, weil technische Fälle international bearbeitet werden können. Betreff, Fehlermeldungen, Zeitfenster und Logs sollten deshalb möglichst klar und auf Englisch formuliert sein.

Wann sollte Support Access aktiviert werden?

Support Access sollte aktiviert werden, wenn Sophos für die Analyse Remote-Zugriff auf die Firewall benötigt. Der Zugriff sollte zeitlich begrenzt und nach Abschluss des Falls wieder geprüft oder deaktiviert werden.

Welche Informationen braucht Sophos bei Firewall-Problemen?

Mindestens Seriennummer, Modell, Firmwareversion, Fehlerzeitpunkt, betroffene Funktion, Auswirkung, letzte Änderungen und relevante Logs. Bei VPN, NAT oder Routing sollten zusätzlich Source, Destination, Service, Regel, Route und Tunnel genannt werden.

Wie gross dürfen Anhänge sein?

Das Support Portal kann Grössen- und Dateitypgrenzen setzen. Wenn ein Logarchiv zu gross ist, sollte es komprimiert oder nach einem geeigneten Uploadweg im Ticket gefragt werden. Alte pauschale Grössenangaben sollte man nicht als garantiert betrachten.

Was ist bei einem RMA-Fall wichtig?

Bei RMA-Fällen braucht Sophos neben der Fehlerbeschreibung die eindeutige Geräteidentifikation, Lizenz- und Versandinformationen sowie den HA-Status. Bei Firewalls sollte vorher geprüft werden, ob ein aktuelles Backup vorhanden ist und wie eine Ersatz-Firewall wiederhergestellt wird.